Bündnis90/Die Grünen Ortsverband Tönisvorst

GRÜNE KRAFT FÜR TÖNISVORST

 

Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2009

Bündnis 90/Die Grünen, Ortsverband Tönisvorst

 

 

 

 

Unsere Ziele für die nächsten fünf Jahre:

 

1. Umwelt und Naturschutz

Freiflächen in Tönisvorst sollen ökologisch aufgewertet werden. Ackerflächen sollten erhalten und geschützt bleiben. Immer noch werden in Tönisvorst zuviele Flächen versiegelt. Städtische Flächen sollen ökologisch genutzt und gestaltet werden.

 

2. Klimaschutz und Energie

Klimaschutz fängt im Kleinen an.  Energetische Gebäudesanierung und der Einsatz erneuerbarer Energien in öffentlichen Gebäuden sind Schwerpunkte lokalen Klimaschutzes. Eine energetische Sanierung städtischer Gebäude ist anzustreben. Langfristig sollte ein eigenes kommunales Förderprogramm für energetische und barrierefreie Umbaumaßnahmen im privaten Gebäudebestand aufgelegt werden. Es müssen kommunale Bildungs- und Beratungsangebote für regenerative Energieerzeugung  geschaffen werden. Desweiteren sind Bürgerinitiativen zum Ausbau der erneuerbaren Energien zu fördern. Hierfür sollten städtische Grundstücke und Dächer zur Verfügung gestellt werden.Für Neubaugebiete sind klimafreundliche Gebäudestandarts festzulegen.

 

3.Planung und Stadtentwicklung

Wichtig ist es, der aktuellen Situation Rechnung zu tragen. Bündnis90/Die Grünen in Tönisvorst sehen aktuell keinen Bedarf für die Ausweisung neuer Baugebiete, da es ein nicht unerhebliches Angebot an leerstehenden Wohnungen in Tönisvorst gibt. Eine langfristige Planung darf daher nicht, wie bisher „häppchenweise“ erfolgen, sondern unter Bürgerbeteiligung ist ein Konzept für ganz Tönisvorst zu entwickeln. Immer noch werden viel zu viele Flächen „gefressen“ und versiegelt. Neue Gewerbegebiete „auf der grünen Wiese“ gehören der Vergangenheit an. Des weiteren soll in Tönisvorst Innenverdichtung, also die Nutzung innerstädtische Flächen (Flächenrecycling) angestrebt werden. Hierzu wird die Stadtverwaltung aufgefordert einen Aufstellung vorzulegen.

 

4. Kinder, Jugend und Familie

Tönisvorst braucht ein umfassendes Konzept für die Betreuung der Jugendlichen, die nicht die Jugenzentren aufsuchen.Hierzu muss man Jugendliche und Kinder befragen, diese in den politischen Prozeß einbinden und sie ernst nehmen. Dazu ist der Einsatz von Streetworkern an erforderlich. Streetworker müssen zum festen Bestandteil der Tönisvorster Jugendarbeit werden. Verbote und Ordnungsamt sind nicht die Mittel, um Jugendliche einzubinden. Die Spielplätze müssen attraktiv gestaltet werden.

 Frauen und Kinder brauchen Schutz vor Gewalt in jeglicher Form. Deshalb setzen wir uns für mehr Prävention und für den Erhalt der Hilfe- und Beratungseinrichtungen ein.

Der Ausbau zur Stärkung von Erziehungskompetenz (z.B. Kurse für gesundes, sowie preiswertes Kochen und Wirtschaften).

 

5. Soziales und Senioren

Jung und Alt unter einem Dach; von einander profitieren ist Ziel grüner Politik. Aktionen, die ein Miteinander fördern, sollen fester Bestandteil in Tönisvorst werden. So können beispielweise in Altenstuben oder Altenheime Konzerte für Senioren durch Kinder und Jugendliche gegeben werden. Senioren können regelmäßig in Kindergärten für Kinder lesen oder erzählen. Der Ausbau von seniorengerechten Wohnungen muss gefördert werden.  Präventionsprojekte z.B. zum Thema Bewegung und Ernährung durch Wohlfahrtsverbände sind zu unterstützen. Durch Bereitstellung preisgünstiger Grundstücke sollen alternative Wohnformen (Jung + Alt; Generationengerechtes Wohnen) gefördert werden.

 

6. Bildung

Jedes Kind soll einen kostenfreien Kindergartenplatz zur Verfügung gestellt bekommen. Für Erzieherinnen muss ein festes Budget für Fortbildungen  bereitgestellt werden. Zudem soll jedes Kind in Tönisvorst  einmal pro Tag eine warme Mahlzeit bekommen.Die Schulen sollen ein Ort des Lebens und des Lernen sein.Des weiteren soll gemeinsam mit dem Handwerk und dem Einzelhandel vor Ort nach Unterstützung für eine frühzeitig und praxisnahen Berufsorientierung gesucht werden.

 

7.  Integration ausländischer Mitbürger

Die lokalen Bündnisse gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus brauchen unsere Unterstützung. Wir wollen sie stärken. Dazu ist es wichtig, Kinder und Jugendliche an die Politik heranzuführen. Aus Grünen Sicht sollte es einen Arbeitskreis, bestehend aus Sprecher/innen der Parteien geben, die Maßnahmen mit Vereinen und Initiativen vor Ort abstimmen und vernetzen. Kulturelle Angebote für und mit ausländischen Mitbürgern sind fest im Kulturetat der Stadt zu verankern. Desweiteren fordern wir den Ausbau von Maßnahmen zu Integration an Kindergärten und Schulen.

 

8. Wirtschaft

Die Förderung der regionalen Wirtschaft, insbesondere kleinerer und mittlerer Betriebe (z.B. durch Ausschreibung städtischer Aufträge in Teillosen) soll im Mittelpunkt stehen. Zudem fordern wir die Auslobung eines Tönisvorster Innovations-Preises  in den Bereichen Nachhaltigkeit, Klima und Umwelt. Wir unterstützen die Ansiedelung von zukunftsorientierten Gewerbebetrieben (z.B. im regenerativen Energiebereich).

 

9. Kultur

Die Tönisvorster Bücherei soll am jetzigen Standort erhalten bleiben. Die Einbindung der Altenheime, der Schulen und Kindergären vor Ort soll thematisiert werden. Schrittweise Erhöhung des Kulturetats für Kinder- und Jugendtheater. Langfristig Einstellung von Theaterpädagogen für Jugendeinrichtungen.

 

10. Bürgerbeteiligung

Wir fordern mehr Transparenz auf allen Ebenen durch offene Diskussionen und wollen die BürgerInnen stärker in städtische Planungsvorhaben und anderen wichtigen Entscheidungsprozessen einbinden (z.B. durch Stadtteilkonferenzen).

Rechtsradikalen Bestrebungen und Aktivitäten in der Stadt Tönisvorst ist Konsequent ein Riegel vorzuschieben.